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BAITRUNNER Rollen für das Schleppfischen
Es gibt zwei Typen Schleppfischer, Multirollenangler und Stationärrollenangler.
Ich möchte heute speziell auf die Vor- und Nachteile beim Schleppen mit Stationärrollen eingehen.

Ich benutze am häufigsten die US B BTR Rollen der Größe 4500. Seit vielen Jahren schon kann ich mich zu 100% auf diese Modelle, vor allem beim schweren Hechtschleppen verlassen. Gerade in den entscheidenden Sekunden während des Drills von starken Fischen, muss man sich absolut auf seine Rollen verlassen können!

Fangen wir bei der bei der Übersetzung der Rolle an. 4,8:1 erlauben es uns, mit nur einer Kurbelumdrehung bis zu 94 cm Schnur einzuziehen. Dieser Wert ist für mich einer der Hauptgründe, warum ich auf diesen Rollentyp setze, denn Hechte schießen oft während des Drills mit hohem Tempo auf einen zu. In solchen Momenten ist es aber absolut entscheidend, den Kontakt zum Fisch zu halten. Mit den meisten Multis gelingt dies nur äußerst schwer und nur wer im Umgang mit Multirollen geübt ist oder ein Modell mit besonders hoher Übersetzung besitzt, kann da noch Kontakt halten. Auch für mich stellte sich bei der Geräteauswahl zum Schleppen anfangs die Frage, ob Multi oder Stationärrolle. Viele Entscheiden sich für Multis, es sieht einfach „professioneller“ aus.

Ein weiterer Grund, warum ich auf die US BTR setze ist: Gäste, die bei mir einen Kurs oder Guiding buchen, kommen in der Regel viel einfacher mit einer Stationärrolle zurecht.
Für Ungeübte ist der Umgang mit Multis doch etwas gewöhnungsbedürftig und da es mir doch recht häufig glückt, mit Gästen schöne Fische zu fangen, will ich nicht, dass sich meine Gäste auch noch mit den oft unbekannten Multis „rumschlagen“ müssen.

Weiter ist es durch die BTR Technik möglich, die Köder unter stetigen Zug auszubringen, denn daran erkennt man den Profi beim Schleppen. Wer nämlich seine Köder auswirft, weiß nicht, ob sich diese dann in der Schnur verfangen haben. Oftmals schleppen diese Angler über lange Zeit mit Ködern, welche sich im Vorfach verfangen haben. Stationärrollen ohne Baitrunner haben diese Funktion nicht und man müsste die Hauptbremse jedes Mal lösen und wieder festdrehen, um die Köder raus zu lassen.

Lediglich der einzige Nachteil der Stationärrollen gegenüber den Multis ist, dass sich durch die Umdrehungen des Rotors um die starre Spule die Schnur verdrallen kann.
Die Lösung: Einfach mal die Schnur „leer“, ohne alles raus lassen und durch die Finger wieder aufspulen und der Drall ist weg.

Der für mich wichtigste Vorteil von Stationärrollen zu Multis ist, dass ich durch das „Rückwärtsdrehen“ Schnur geben kann. Wie meint er jetzt das?

Also die Hauptbremse wird auf die zu erwartende Fischart, Ködergröße, Schnurstärke und den dafür nötigen Widerstand für den Anhieb eingestellt. Die Hauptbremse soll beim Anhieb nur so viel Widerstand haben, dass der Anhieb sitzt, aber auch nicht zuviel sonst bricht die Schnur. Wenn der Fisch dann sicher am Haken hängt, schalte ich die Rücklaufsperre der Rolle aus, so kann ich auf alle Gewaltfluchten direkt reagieren, indem ich durch Rückwärtskurbeln Schnur gebe. Diese Art zu drillen erfordert aber am Anfang Nerven und etwas Übung, aber sie erlaubt es, sehr gefühlvoll zu drillen. Da gerade der Hecht zu Gewaltfluchten nahe am Boot neigt, wäre die optimale Bremseneinstellung während des Drills sehr schwierig einzustellen.

Wichtig ist nur, dass man die Kurbel der Spule nicht auslässt, sonst kann sich die Rolle überschlagen und ein Schnursalat wäre die Folge. Wenn ich dann zum Keschern die zweite Hand benötige, stoppe ich mit den Fingern der anderen Hand, welche die Rute hält, den Rotor der Rolle.

Glück oder optimale Drillmethode, ich und meine Gäste zumindest haben noch jeden Fisch bekommen, den ich landen wollte.
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