Saisonstart in den Niederlanden

Mitte Juni war es endlich so weit, zweieinhalb Tage Niederlande, mein persönlicher Saisonstart. Der Plan war klar! Früh morgens und am Abend sollte es auf Zander gehen und den Rest des Tages wollte ich den Barschen nachstellen.

Gegen Mittag am Rheindelta angekommen, nutzte ich den Rest des ersten Tages, mich mit dem neuen (alten) Bötchen vertraut zu machen. Funktioniert alles wie erhofft? Ist es dicht? Alles Fragen, die einem vor der ersten Ausfahrt Kopfzerbrechen bereiten. Aber zum Glück funktionierte alles einwandfrei und es konnte am nächsten Morgen endlich losgehen!

Um 4Uhr schrillte der Wecker laut auf, mitten in der Nacht aufstehen... überhaupt nicht meins! Aber es waren schon für zwölf Uhr rund dreißig Grad Celsius vorausgesagt, also musste ich die frühen Morgenstunden nutzen - wer weiß, ob später bei der drückenden Hitze noch was beißt!? Also schnell in die Klamotten, Sonnencreme aufgetragen, ab ins Auto und zur nächsten Slippe gefahren. Das Boot war schnell geslippt und der erste Spot dank starker 25 Zweitakter-Pferdestärken schnell erreicht.

Dann der berühmte erste Wurf!? Wenn der Spot und die Zeit passen, gute Erfolgsaussichten, ein erster Biss beim ersten Wurf. Es ging Schlag auf Schlag, Zander auf Zander, keine Riesen, aber alle zwischen 50 bis 60 cm. So macht es mir am meisten Spaß.

Und wie immer mitten im Geschehen, meine am meisten gefischte Combo: Poison Adrena 276M2 mit der 3000er Vanquish. Das Beste vom Besten ;)

Gegen Mittag ließen die Bisse dann immer mehr nach und es war an der Zeit die Barsche zu suchen. Für diesen Tag hatte ich mir vorgenommen die Krautkanten mit Chatter und Spinnerbaits zu beackern. Der erste Biss ließ wieder nicht lange auf sich warten! Ein kapitaler Barsch hatte sich meinen Chatterbait schmecken lassen und lieferte einen knackigen Kampf. Stolze 47 cm war er lang und ich verdammt glücklich!

Im Laufe der nächsten Stunden konnte ich noch zwei weitere, etwas kleinere Barsche aus dem Kraut locken. Von der prallen Sonne weich gekocht machte ich mich gegen Nachmittag auf in Richtung Unterkunft.

Am nächsten Morgen ging es noch einmal früh raus, gegen Mittag sollte es wieder in Richtung Heimat gehen.

Um vielleicht nochmal einen besseren Zetti zu überlisten, versuchte ich es in einer Rinne mit steil abfallenden Kanten. Eine halbe Stunde schien sich niemand für meinen Gummifisch am 10g Jigkopf zu interessieren, bis es auf einmal in einer langen Absinkphase kräftig einschlug!

Und es hatte geklappt, ein schöner Zander, knapp über 70cm landete im Boot. 

Von dem 5“ Gummi war nichts mehr zu sehen. Ich mag es, wenn ein Plan funktioniert! Danach passierte nichts mehr und so versuchte ich es die letzten zwei Stunden nochmal auf meine gestreiften Lieblinge!

Die Combo lag schon bereit: Expride 7-21g mit der Curado DC!

Damit ging es an die Steine. Darin verstecken sich die Krebse vor den Barschen - soweit die Theorie! Mit kurzen präzisen Würfen präsentierte ich meine Krebse direkt vor der Steinpackung. Dann kurz zuppeln, 2-3 Meter und wenn sich nichts tut, schnell wieder rein um viel Strecke machen zu können. Nach ca. 50 Metern der Einschlag! Ein Barsch! Und ein richtig Guter landete schnell im Kescher! Der hatte sich meinen Krebs direkt nach dem Eintauchen eingesaugt. Verrückt! Und wieder ein richtig guter! Knappe 50 cm zum Abschluss eines zwar kurzen aber sehr gelungen Trips!

Beflügelt von dem erfolgreichen Saisonauftakt machte ich mich sehr zufrieden und überglücklich auf den Heimweg.

Bald geht es wieder los – Stay Tuned!!

Petri Heil

Olli